Habt ihr auch Probleme mit Prioritäten und schiebt Unangenehmes gerne auf? Wollt ihr auch an bestimmten Eigenschaften arbeiten? Dann sind unsere Tipps für besseres Zeitmanagement sicher hilfreich – und eignen sich natürlich auch als gute Vorsätze für 2011!
Aufschieber schmieden gerne Pläne und weisen ihren Projekten darin auch die richtige Priorität zu – trotzdem bekommen sie ihre Arbeit einfach nicht geregelt. Sätze wie „Das wird heute eh nicht mehr fertig.“ oder „Wo soll man da bloß anfangen?“ nehmen Aufschieber gerne in den Mund. Ihr Kernproblem: Sie können sich nicht lange auf eine Sache konzentrieren, Prioritäten setzen und leiden unter einem latent schlechten Gewissen. Wenn Aufschieberitis chronisch wird und man wichtige Aufgaben ständig vertagt, spricht man von „Prokrastination“. Weltweit ist fast jeder Fünfte davon betroffen.
Psychologen unterscheiden zwei Aufschieber-Typen:
- Der Erregungsaufschieber reagiert erst auf den allerletzten Drücker und genießt es, unter Hochdruck zu stehen. Gerne behauptet er, nur so wirklich kreativ sein zu können.
- Der Vermeidungsaufschieber leidet unter Versagensangst. So meidet er den Leistungsdruck, den die Aufgabe erzeugt und findet immer wieder neue Ausreden.
Damit es erst gar nicht erst zur Prokrastination (auch Erledigungsblockade genannt) kommt, raten Experten zu unterschiedlichen Wegen:
- Sofort, möglichst innerhalb von 72 Stunden beginnen – sonst sinkt die Chance, dass das Projekt jemals umgesetzt wird, auf nahezu null. Denn bei mangelnder Entschlossenheit ist der erste Schritt ist der wichtigste – und schwerste.
- Hinterfragen – Warum schieben wir bestimmte Aufgaben auf? Prokrastination läuft automatisch ab. Ein Schritt zum Ablegen dieses Musters ist, sich sein Verhalten bewusst zu machen (Notizen helfen dabei).
- Sich selbst weniger Druck machen und Formulierungen wie „Du musst“, „Du sollst“ ganz aus dem Repertoire streichen. Damit verstärkt man nur den Fluchtreflex.
- Perfektionismus ablegen. Selbst auferlegter Zwang führt nur dazu, dass man sich in Details verbeißt und das Ganze aus den Augen verliert (Tunnelblick). Menschen arbeiten motivierter, wenn Sie die Ziele dahinter erkennen.
- Das Unangenehmste zuerst! Denn ausgeruht gehen uns ungeliebte Arbeiten viel schneller von der Hand.
- Eigenlob ist wichtig. Um den “inneren Schweinehund” zu überwinden, ist Selbstdisziplin unerlässlich. Umso wichtiger ist die Belohnung danach. Fehlen positive Rückmeldungen, geben Menschen schneller auf. Umgekehrt wirkt Wertschätzung enorm positiv und Gelobte stecken sich häufig höhere Ziele.
Alles klar? Dann kann das Neue Jahr ja positiv beginnen!
http://www.wiwo.de/management-erfolg/so-besiegen-sie-die-aufschieberitis-449714/2/ Bild: K.Gassmann, pixelio.de


5 Kommentare
Danke für die kurze und knappe Zusammenfassung.
Gerne! Ich hoffe, dieser Überblick war hilfreich.
Ich finde den Überblick wirklich hilfreich. damit ist das Problem sehr gut auf den Punkt gebracht. Auch wenn Punkte vielleicht auf den ersten Blick selbstverständlich wirken, sind sie wichtig, um das Problem zu lösen. Ich glaube, wenn man sich die Tipps verinnerlicht und wirklich versucht sie zu berherzigen kommt man schon ein ganzes stück weiter.
Guter Artikel. Dank euch kenne ichjetzt auch das Fachwort für die allseits bekannte “Aufschieberitis”. Ich denke, das Problem kennen sicherlich viele. Egal ob Schule, Uni oder Berufsleben – die Tipps sind auf jeden Fall hilfreich, sein eigenes Zeitmanagement zu verbessern.
Danke, mit der “Aufschieberitis” haben wir ja alle so unserer Problem, zumindest ab und zu. Die Tipps helfen wirklich, ich habe sie selbst ausprobiert.