Papierkultur: Von groß nach klein

Einer der größten Konzerne in der Papierindustrie ist die Firma SAPPI mit Hauptsitz in Johannesburg. Das Unternehmen mit langer Tradition wurde bereits 1936 gegründet und ist in Deutschland in Ehingen im Alb-Donau-Kreis ansässig. Aus der einstigen Papier- und Zellstofffabrik wurde durch gezielte Zukäufe ein Global Player auf dem Papiermarkt, der 1992 auch die deutsche Firma Hannover Papier aufkaufte. Heute ist der Konzern einer der größten europäischen Hersteller von gestrichenem holzfreiem Papier.

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Firmengebäude SAPPI Gratkorn

Auch im steierischen Gratkorn besitzt SAPPI eine Niederlassung, ist dort sogar der größte Arbeitgeber. Und genau hier, in der beschaulichen 7000 Seelen-Gemeinde, steht eines der imposantesten Fabrikgebäude der heutigen Zeit: das Firmengebäude des südafrikanischen Papiergiganten, das mehr als beeindruckend aussieht. Und deshalb wurde es auch mit dem Constructec-Preis, einer namhaften Auszeichnung im Architektur-Bereich, bedacht.

Verständlich, denn das Gebäude hat es in sich, Verzeihung, an sich. Also unbedingt anschauen, es lohnt sich – und sicher bekommt man dort angesichts der vielen hervorragenden Papiere genügend Anregungen für eigene Kreationen. Das wären zumindest zwei gute Gründe, wieder mal ins benachbarte Österreich zu reisen. http://bit.ly/sfSQRM

Kleiner und beschaulicher, aber keineswegs anspruchsloser, geht es dagegen in Gmund am Tegernsee zu. Die Büttenpapierfabrik Gmund lehrt uns nicht nur viel über Papiersorten, die einstündige Besichtigungstour bringt uns wahre Papierkultur nahe. Kennt ihr Bierpapier oder habt ihr schon einmal Mohair-Papier, das sich so weich wie ein Angora-Pullover anfühlt, berührt?

In der Firma mit knapp 100 Mitarbeitern wird Tradition groß geschrieben. Trotzdem ist sie in den Entwicklungen am Puls der Zeit und verbindet modernste Technik mit kreativem Design auf hervorragende Weise. Zu sehen sind hier Papiere und Kartons, die zu immer neuen Kreationen edelster Feinst-Papiere perfektioniert werden. Getreidebestandteile aus der Maische werden dabei ebenso verarbeitet wie Rinde, Stroh, Federn und Torf. In Gmund steht sogar die älteste Papiermaschine Europas aus dem Jahr 1883. www.gmund.com

Von Ute.Kayser um 08:36 und getagged , , , , , , , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

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